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Über die detaillierte Erfassung kann das Gebäude tabellarisch in der Hüllflächentabelle aufgenommen werden.



Gebäude

Gebäude

über den Menüpunkt Gebäude, wird die Art des Gebäudes festgelegt. Wenn die Erfassung über HottCAD erfolgt, werden Daten wie Geschosse, Flächen automatisch übernommen. Tabellarisch können die Daten vom Anwender manuell erfasst werden. Flächen wie z.B. die Hüllfläche A, Volumen Ve, A/Ve-Verhältnis und Nutzfläche An, werden durch die späteren Eingaben automatisch berechnet und können nicht editiert werden.

Parameter

Über die Parametereigenschaften werden alle weiteren Berechnungsparameter eingestellt, je nach Rechenverfahren lesen Sie hier weiter für DIN 4108-6 und DIN 18599

Bauteile

Sanierung (nur für angelegte Varianten)

Bei der Angabe der Sanierungsmaßnahmen in der Hüllflächentabelle haben Sie mehrere Möglichkeiten:

  • Bauteile können komplett ausgetauscht
  • Der vorhandene Ist-Schichtaufbau kann bearbeitet werden (sofern vorhanden, ansonsten kann der Schichtaufbau erfasst werden)
  • das Bauteil kann mit einer Dämmschicht versehen werden (hierbei öffnet sich ein Katalog aus Dämm-Maßnahmen)

Weitere Möglichkeiten der Sanierung sind über die unteren Schaltflächen:

  • Standard
  • Assistent

Hierbei wählen Sie aus den Standard-Sanierungs-Maßnahmen nur das entsprechende Bauteil und die Dämmdicke sowie den Lambda-Wert. Die Maßnahme wird dann für alle identischen Bauteile übernommen.

Der Sanierungs-Assistent listet alle Sanierungs-Maßnahmen auf, die in den bisherigen Projekten für ein vergleichbares Bauteil durchgeführt wurden. Er lernt also aus Ihren Angaben und schlägt Ihnen bereits durchgeführte Maßnahmen beim nächsten Aufruf automatisch vor.

Unter der Hüllflächen-Sanierungstabelle kann man sofort den veränderten Jahresheizwärmebedarf nach der Gebäudesanierung der Bauteile erkennen und in welchem Ausmaß eine Einsparung zu erwarten ist.


U-Werte

Die Arbeit mit der Hüllflächentabelle erlaubt Ihnen die detaillierte Eingabe der Gebäudegeometrie. Sie können hier unbeheizte Treppenhäuser, Erker, teilbeheizte Keller, Dachgauben u. v. a. m. eingeben, indem Sie die einzelnen Wandelemente gemäß Ihrer Bauzeichnung oder Ihrer Gebäudevermessung eintragen.

Hinweis

Beachten Sie, dass bei allen Änderungen die Sie vornehmen, das berechnete Gebäudevolumen von Hand angepasst werden muss, da das Programm nicht selbstständig von einer Flächenveränderung auf eine Volumenveränderung schließen kann. Eine Ausnahme bildet der Dachgaubenassistent, der die Volumenanpassung mit durchführt.

Die Hüllflächentabelle untergliedert sich in die eigentliche Tabelle der Bauteile auf der rechten Seite

und die Bauteileigenschaften auf der linken Seite.

Hier werden folgende Angaben getätigt

  • Bauteilbezeichnung
  • Neigungswinkel des Bauteils
  • Geometrie
  • Bauteil ist Abzugsfläche (für z.B. Öffnungen)
  • Bauteil ist kein Hüllflächenbauteil (bei Aktivierung des Hakens, wird das Bauteil nicht mehr in die Bilanz mit eingerechnet)
  • U-Wert
  • Reduktionsfaktor
  • Absorptionsgrad, Emissionsgrad
  • Bauteil gehört zu einem unbeheizten Glasvorbau
  • Bauteil besitzt eine TWD (transparente Wärmedämmung)

Achten Sie darauf, dass die deklarierten Abzugsflächen wie z.B. Fenster oder Türen unter dem richtigen Bauteil hängtn, von dem es abgezogen werden soll. Ist dies nicht der Fall ist die Fläche rot, obwohl in der Geometrie, Daten hinterlegt sind.

Über die unteren Schaltflächen, können neue Bauteile angehangen oder kopiert werden. Beim Anhängen von neuen Bauteilen, wählen Sie als erstes den Bauteiltyp

Die Bauteile sind in verschiedene Kategorien unterteilt. Im Einzelnen bedeuten diese folgendes:

KürzelBauteilAnmerkung

DA

Dach gegen Außenluft


DG

Dachgaube

OG

obere Geschossdecke

WA

Wand gegen Außenluft


WE

Wand gegen Erdreich


WK

Wand gegen Keller/unbeheizten Raum


BK

Boden gegen Keller/unbeheizten Raum


BE

Boden gegen Erdreich


BA

Boden gegen Außenluft


FA

Fenster (nach außen)


TA

Tür (nach außen)


RK

Rollladenkasten


HK

Heizkörpernische


Info

Informationszeile

zur Strukturierung der Tabelle

WI

Innenwand gegen beheizten Raum

im Wohngebäudebereich werden Innenbauteile nicht mir einberechnet, da diese

thermisch nicht relevant sind.

FI

Innenfenster gegen beheizten Raum


TI

Innentür gegen beheizten Raum


Bei Auswahl einer Dachgaube wird zunächst ein Erfassungsassistent aufgerufen.

Hier sind verschiedene Grundformen vorgegeben. Nach Eingabe aller erforderlichen Daten werden die verschiedenen Flächen und das Volumen der Dachgaube berechnet. Sie haben die Auswahlmöglichkeit, ob Sie die Dachgaube als ein einzelnes Hüllflächenelement oder auf drei separate Teile (Dach, Seiten, Front) aufgeteilt übernehmen wollen. Im letzteren Fall können Sie die Dachgaube später nicht mehr über den Assistenten verändern.

Schichtaufbau

In diesem Dialog können Sie den Schichtaufbau für ein Bauteil erfassen. Hierzu können Sie einzelne Schichten anhängen. Dies geht zum einen über die "anhängen" Schaltfläche oder durch Wahl der entsprechenden Baustoffrubrik auf der linken Seite. Anschließend öffnet sich der Baustoffkatalog. Wenn Sie einen Baustoff ausgewählt und auf übernehmen geklickt haben, öffnet der Dialog für die Baustoffdaten

Hier werden folgende Daten abgefragt:

  • Schichtdicke
  • Wärmeleitfähigkeit
  • Wärmedurchlasswiderstand
  • Diffusionswiderstand 1 und 2 (Der höhere μ-Wert steht für den trockenen Zustand und bildet damit den größeren Wasserdampfdiffusionswiderstand. Der kleinere μ-Wert bildet den feuchten Zustand ab, der somit für einen geringeren Widerstand steht

Die Schicht ist nun in der Tabelle zu sehen. Diese Schritte wiederholen Sie, bis Sie alle Schichten des Bauteils erfasst haben. Der Schichtaufbau erfolgt von warm nach kalt.

Im Schichtaufbau haben Sie über die verschiedenen Schaltflächen die Möglichkeit einzelne Schichten zu löschen, zu ersetzen oder zu verschieben. Zudem gibt es eine Schaltfläche, um die Schichtenfolge komplett umzukehren.

Das Programm zeigt an, ob das Bauteil die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz sowohl was den Mindestwärmedurchlasswiderstand nach DIN 4108-2 als auch den Maximal-U-Wert nach EnEV für den Standardfall betrifft, erfüllt.

Bei Bauteilen, die folgende Besonderheiten aufweisen

  • Luftspalte im Bauteil
  • mechanische Befestigungselemente, die Bauteilschichten durchdringen,
  • Niederschlag auf Umkehrdächern,

kann deren Einfluss auf den Wärmedurchgangskoeffizienten durch U-Wert Korrekturen nach DIN EN ISO 6946 Anhang D berechnet werden (nur bei homogenen Bauteilen). Bitte markieren Sie dazu die entsprechende Checkbox.

Wenn Sie eine U-Wert Korrektur durchgeführt haben, so ist im U-Wert-Formular die Checkbox "U-Wert-Korrekturen nach DIN EN ISO 6946 Anhang D" markiert.

U-Wert Korrektur nach DIN EN ISO 6946 Anhang D

Bei der U-Wert-Korrektur nach DIN EN ISO 6946 wird unterschieden zwischen Korrekturen, die durch die folgenden Einflüsse hervorgerufen werden:

  • Luftspalte im Bauteil
  • mechanische Befestigungselemente, die Bauteilschichten durchdringen
  • Niederschlag auf Umkehrdächern

Der Gesamt-Korrekturwert ergibt sich aus den einzelnen Korrekturen. Aktivieren Sie bitte die zutreffende Korrekturen.

Luftspalte im Bauteil

Für die Korrektur des U-Wertes für Luftspalten im Bauteil gibt es drei Korrekturstufen, die vom Umfang und dem Ort der Spalte abhängen. Wählen Sie deshalb bitte die Korrekturstufe sowie die den Luftspalt enthaltende Schicht aus.

Mechanische Befestigungselemente

Die U-Wert-Korrektur für Befestigungselemente, die Bauteilschichten durchdringen, hängt ab vom Typ, von der Wärmeleitfähigkeit, von der Querschnittsfläche des Befestigungsteils sowie der Anzahl der Befestigungsteile pro m².

Hinweis

Diese Berechnung der U-Wert-Korrektur ist nicht anwendbar, wenn beide Enden des Befestigungsteils mit Metallteilen verbunden sind.

Eine Korrektur des U-Wertes ist nicht notwendig bei:

  • Mauerwerksanker über einer Luftschicht
  • Mauerwerksanker zwischen einer Mauerwerkschale und Holz
  • Wärmeleitfähigkeit des Befestigungsteils oder ein Teil davon ist geringer als 1 W/(m · K).


Umkehrdach

Die U-Wert-Korrektur für Umkehrdächer, kann nur durchgeführt werden, wenn das Bauteil ein Dach ist.

Dabei wird der Fall betrachtet, dass Regenwasser durch Fugen in der Dämmung und die Dachabdichtung strömt und die Dämmung aus Polystyrol-Extruderschaum (XPS) besteht.

Zur Berechnung der Korrektur geben Sie die durchschnittliche Niederschlagsmenge während der Heizperiode an. Ortsbezogene Werte dazu erhalten Sie bei der nächstgelegenen Wetterwarte oder ist in örtlichen, regionalen oder nationalen Regelungen angegeben.

Der Entwässerungsfaktor ist der Anteil des Wassers, das die Dachabdichtung erreicht.

Hinweis

Der Faktor liegt bei maximal 0,04 für einlagige Dämmschichten auf der Dachabdichtung mit Stumpfstößen und bei offener Abdeckung, wie z. B. Kiesschüttungen. Bei Dachkonstruktionen, bei denen eine geringere Entwässerung durch die Dämmung durch andere Fugenarten, z. B. bei Überlappungsstößen oder Nut- und Federverbindungen) oder durch andere Dachaufbauarten gegeben ist, kann ein Faktor < 0,4 angegeben werden. Die Wirkung dieser Maßnahmen muss in unabhängigen Berichten dokumentiert sein.

Nach Eingabe des Faktors für den gestiegenen Wärmeverlust infolge von Regenwasser, das auf die Dachabdichtung strömt, wird die U-Wert-Korrektur berechnet.

Inhomogene Schichtaufbauten (Gefach)

Über  können Sie einen inhomogenen Schichtaufbau erfassen.

Nach Fertigstellung des Schichtaufbaus haben Sie die Möglichkeit, den Aufbau über die Schaltfläche "in Katalog kopieren" in den eigenen Bauteilkatalog zu übernehmen, um ihn später für andere Bauteile oder Projekte benutzen zu können.

Über die unteren Tabreiter können Sie sich außerdem verschiedene Diagramme und Berechnungen zur Auswertung des Schichtaufbaus ansehen und die Randbedingungen einstellen. (Temperaturverteilung, Diffusionsberechnung).

Die Berechnungen, die dem Glaserdiagramm zugrunde liegen, erfassen Feuchtetransporte in einem mehrschichtigen Bauteil, die durch Dampfdiffusion hervorgerufen werden. Die in der Praxis auftretenden Feuchtetransportvorgänge sind von komplexerer Natur und beinhalten neben der Dampfdiffusion auch Feuchtebewegungen aufgrund von Feuchtepotentialen und Feuchteveränderungen aufgrund von Sorptionsprozessen. Dies führt dazu, dass ein mehrschichtiges Bauteil in der Praxis keinen Tauwasserausfall zeigt, obwohl mit dem Glaserdiagramm das Bauteil als unzulässige Konstruktion ermittelt wurde. Dies ist im Umkehrschluss ebenso möglich. Vor Berechnung des Glaserdiagramms sollte in jedem Fall geprüft werden, ob das Bauteil nach DIN 4108 Teil 3 einen rechnerischen Nachweis benötigt.

Wird bei einem Bauteil ein Tauwasserausfall festgestellt, so wird analysiert, ob dieser Wasseraustritt schädlich oder unschädlich für das Bauteil ist. Die Meldung erscheint bei den Diagrammen des Druckverlaufs in der Tauwasserperiode der Tauwasserauftritte jeweils in einem grünen (unschädlich) oder einem rotem (schädlich) Schriftfeld, das rechts neben dem Schichtaufbau dargestellt wird.

Hinweis: Die Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert ) wirdbei Luftschichten nach EN ISO 6946 ermittelt.





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