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Im Bereich der Anlagentechnik werden alle relevanten Informationen zur Heizungstechnik erfasst (Heizung, Warmwasser, Solaranlage und Lüftungsanlagen)

Wählen Sie einen Thema oder verwenden Sie die Live-Suche.



Erfassungs-Assistent

Die vereinfachte Anlagenerfassung bietet die Möglichkeit, eine Anlage schnell auf einer Seite zu erfassen. Hierzu müssen nur die wichtigsten Daten wie der Wärmeerzeuger, der Brennstoff und die Art der Warmwassererzeugung ausgewählt werden. Falls der identische Wärmeerzeuger mehrmals im Gebäude vorhanden ist (z.B. Wandthermen), kann dies über die Angabe "diesen Bereich" hochgesetzt werden. Die Aufteilung der Bereiche erfolgt immer auf Basis der Nutzfläche An nach EnEV.

Hott-Tipp


 

Zur genaueren Anlagenerfassung (z.B. einer Solaranlage oder mehreren unterschiedlichen Wärmeerzeugern) wählen Sie bitte die Detaillierte Anlagenerfassung. In diese Erfassung kann jederzeit oben rechts über den Pfeil gewechselt werden.

Unter "jährl. Brennstoff- und Betriebskosten" erhalten Sie eine Übersicht über die errechneten Kosten. Hier können Sie z.b. auch eigenständig Kosten wie z.B. Wartung der Anlage (Schornsteinfegerkosten) oder Tankmiete berücksichtigen. Sollten die Kosten nicht bekannt sein, können Sie auf einen Katalog mit Pauschalkosten zurückgreifen.



Detaillierte Erfassung

Zu Beginn ist sowohl bei der Heizung als auch bei Warmwasser noch keine Vorbelegung vorhanden, wenn das Projekt direkt angelegt wurde. Falls SIe vorher im Erfassungs-Assistent gearbeitet haben, werden diese Informationen übernommen.


Um einen neuen Bereich anzulegen, klicken Sie auf


Nun haben Sie die Möglichkeiten einen neuen Bereich anzulegen über die Schaltfläche "anlegen"

Aus der Liste kann direkt das gewünschte Anlagensystem angelegt werden. Über den Scrollbalken lässt sich die Liste nach unten schieben, dort können dann auch dezentrale Bereiche angelegt werden.

Nachdem der Bereich angelegt wurde, können Sie den Heizungsbereich anschließend detailliert bearbeiten und auf Ihre Bedürfnisse weiter anpassen. Eine weitere Unterscheidung, wenn z.B. mehrere Wärmeerzeuger im Gebäude vorhanden sind können Sie nachträglich vornehmen.

Das Anlegen des Warmwasserbereichs funktioniert nach demselben Prinzip.


über "anlegen" legen Sie den neuen Warmwasserbereich an

Auch hier können Sie nachträglich den Warmwasserbereich weiter definieren.


 Nachdem die Bereiche angelegt wurden können diese:

  • weiter bearbeitet werden
  • die Wohnzone kann unterteilt werden (z.B. falls mehrere unterschiedliche Wärmeerzeuger im Gebäude vorhanden sind)
  • die Bereiche können wieder gelöscht werden

Heizungsbereich

Der Heizungsbereich umfasst die Vorgaben zur Heizungsanlage sowie die Erzeugung, Verteilung und die daraus resultierenden Ergebnisse. Abhängig der Anlagenkonfiguration können weitere Daten zur Verteilung sowie zur dezentralen Erzeugung erfasst werden.

Mit einem Klick auf das Schaubild oder den gelben Stift , öffnet sich der entsprechende Bereich und es können weitere Spezifikationen vorgenommen werden.

Wärmeerzeuger

Über das Dropdown Menü können Sie den Wärmeerzeuger auswählen/ändern.

Abhängig vom aktuellen Wärmeerzeuger stehen verschiedene Brennstoffe zur Auswahl.

Für die Bestimmung der Umgebungstemperatur, die für die Bestimmung der Wärmeverluste benötigt wird, ist die Angabe des Aufstellorts wichtig. Folgende Einträge sind möglich:

  • im beheizten Gebäudebereich (pauschal)
  • in Zone
  • in keiner Zone - im Unbeheizten
  • in keiner Zone - im beheizten

Die Unterscheidung "im beheizten" und "im unbeheizten" wird hierbei für die Bestimmung der Höhe der anfallenden Wärmeverluste benötigt (13°C bzw. 20°C Umgebungstemperatur innerhalb der Heizperiode) – diese fließen jedoch in keiner Zone als Wärmequelle in die Energiebilanz ein.

Eine zentrale Eigenschaft des Erzeugers ist seine Nennleistung QN. Sie wird zuerst mit einem Standardwert belegt, kann aber jederzeit individuell angegeben werden.

Mit dem Button  wird der individuelle Wert wieder auf den errechneten Standardwert zurückgesetzt. Die Bestimmung der Nennleistung erfolgt nach DIN 18599-5.

Über die Schaltfläche "weitere Daten" zum jeweiligen Wärmeerzeuger können die Wärmeerzeugerdaten individuell angepasst werden.

Es gibt je nach gewähltem Wärmeerzeuger Detaildaten zur Eingabe.

Je nach Wärmeerzeuger können ebenfalls Herstellerdaten aus dem Katalog ausgewählt werden.

Das Löschen der Wärmeerzeuger erfolgt über die Schaltfläche oder

Heizungs-Pufferspeicher

Der Heizungs-Pufferspeicher kann über einen Haken aktiviert/deaktiviert werden

Über "weitere Daten" können die Daten des Speichers weiter angepasst werden

BHKW/KWK-Anlage

BHKW/KWK-Anlagen werden nach DIN 18599-9 berechnet. Über die Schaltfläche "weitere Daten" können die Daten der Anlage hinterlegt werden.

Nach DIN 18599-9 wird anhand der Daten wie z.B. Leistung Wärmeproduktion, Stromproduktion, Nutzungsgrad ein entsprechender Primärenergiefaktor und Deckungsanteil in Verbindung mit dem Spitzenlasterzeuger errechnet. Der hier errechnete fp (Primärenergiefaktor) wird für die Berechnung der KWK-Anlage herangezogen.

Info

Sie haben die Möglichkeit unter Programmkonstanten/Brennstoffdaten EnEV den Primärenergiefaktor für den Brennstoff anzupassen, dieser wirkt sich direkt auf die Ermittlung des Primärenergiefaktor aus.

Wärmepumpen

Im Bereich der DIN 18599 können zwischen verschiedenen Typen unterschieden werden.

  • Sole-Wasser
  • Wasser-Wasser
  • Luft-Wasser
  • Luft-Luft (nur für Heizung auswählbar)
  • Sorptions-Gaswärmepumpe
  • Gasmotorangetriebene Wärmepumpe

Über die Schaltfläche "weitere Daten" können die spezifischen Leistungsdaten der Wärmepumpe hinterlegt werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit Daten aus dem Katalog auszuwählen, sofern diese hinterlegt sind.

Solaranlage/PV-Anlage

Solaranlage

Nach DIN 18599-5 können Solaranlagen in der Berechnung berücksichtigt werden. Diese können entweder als solare Kombianlagen (Heizung-/und Warmwasser) oder nur für die solare Warmwassererzeugung genutzt werden. Die Eingabe einer reinen solaren Heizungsunterstützung ist nach DIN 18599-5 nicht möglich. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum korrekten Anlegen und verknüpfen einer Solaranlage sehen Sie im nächsten Hott-Tipp

Über die Schaltfläche "weitere Daten" können die Daten der Solaranlage hinterlegt werden

In dieser Maske werden die spezifischen Daten der Solaranlage hinterlegt.

  • Die Kollektorfläche m² (Apertur)
  • Ausrichtung des Kollektorfeldes (Winkel der Abweichung von der Südausrichtung 0° (z.B. -90° Osten)
  • Neigung des Kollektorfeldes (Azimut, 0° entspricht der horizontalen Ausrichtung)
  • Konversionsfaktor

  • Wärmeverlustkoeffizient 1 und 2

  • Einstrahlwinkelkorrekturfaktor

  • Effektive Wärmekapazität

Aus dem hinterlegten Daten resultiert ein Deckungsanteil zur solaren Unterstützung. Über die Schaltfläche "Solarertrag" können Daten auch Daten aus der Solarsimulation GetSolar übernommen werden.

Hott-Tipp

s. auch FAQ Einlesen von GetSolar Simulationsdaten (letztes Video)

PV-Anlage

Unter Ergebnisse – Übersicht/Ausgabe – Übersicht lässt sich der „EnEV“-Button anwählen. Im folgenden Fenster „EnEV-Anforderungen / Energielabel“ lässt sich die Eingabe von Strom aus PV-Anlagen aktivieren.

Dort kann der Ertrag der PV-Anlage nach § 9 (Abs.5) direkt hinterlegt oder der Etrag der PV-Anlage nach DIN 18599-9 berechnet werden.

Weitere Anlagensysteme (z.B. Brennstoffzellen,Infrarotheizungen etc.)

In unserem FAQ-Bereich finden Sie noch weitere Informationen zur Eingabe bestimmter Anlagensysteme wie:


Übergabe/Verteilung

Bei der Übergabe/Verteilung können folgende Eingaben getätigt werden:

  • Der Anteil der versorgten Zone
  • Übergabekomponenten wie z.B. Heizkörper, Fußbodenheizung etc.
  • Regelung
  • Angaben zur den Auslegungstemperaturen
  • Angaben zum Rohrnetz und zur Pumpe

Aufteilen von Bereichen/mehrere Übergabekomponenten

Wenn im Gebäude mehrere Übergabekomponenten (Heizkörper und Fußbodenheizung) vorliegen oder mehrere Wärmeerzeuger, kann dies über die Angabe "Zone wird versorgt zu" berücksichtigt werden. Die Bereiche können so prozentual aufgeteilt werden.

Ein Bereich muss immer zu 100% gedeckt werden, passen Sie diese Angabe an, erhalten Sie den Rest als "offenen Bedarf" und können diesen neu zu ordnen

Beim Anlegen erhalten Sie drei Optionen den Bereich zu definieren

  • neue Übergabe im aktuellen Heizkreis (hier können Sie eine andere Übergabekomponente wählen und andere Systemtemperaturen für diesen Bereich)
  • neue Verteilung am aktuellen Erzeuger
  • komplett neuer Heizungsbereich (hier können Sie einen weiteren Wärmeerzeuger hinzufügen der prozentual abgestimmt ist)

Rohrnetz

Für die Bestimmung der Standard-Leitungslängen ist die Gebäudegeometrie ausschlaggebend, die Sie unten im Fenster angeben können.

Bei der Rohrnetzart kann zwischen Einrohrheizung und Zweirohrheizung ausgewählt werden. Für das jeweilige Leitungsstück kann eine von der Standardbezeichnung abweichende Bezeichnung eingegeben werden.

Es stehen 3 Typen der Leitungen zur Auswahl:

  •  Anbinde-Leitung
  • Strang-Leitung
  • Verteilungs-Leitung.

Für die Ermittlung der Umgebungstemperatur sind Angaben zur Lage der Leitungen notwendig:

  • im beheizten Gebäudebereich (pauschal)
  • in Zone
  • in keiner Zone - im Unbeheizten
  • in keiner Zone - im beheizten

Über die Lage wird die Umgebungstemperatur festgelegt, woraus sich die Höhe des Wärmeverlustes ergibt. Die Unterscheidung "im beheizten" und "im unbeheizten"; legt die Umgebungstemperatur von 13°C bzw. 20°C innerhalb der Heizperiode fest) – die damit bestimmten Wärmeverluste fließen jedoch in keiner Zone als Wärmequelle in die Energiebilanz ein. Ist die Leitung innerhalb einer der bilanzierten Zonen verlegt, so wird der Wärmeverlust als Wärmequelle in der jeweiligen Zonenbilanz berücksichtigt, wodurch der Heizwärmebedarf für diese Zone reduziert wird. D.h. über diese Rückwirkung auf die Zone wird ein Teil des Verteilungsverlustes gar nicht als Verlust bewertet, sondern geht quasi als "Wärmegutschrift" wieder in die Gesamtbilanz ein. In der DIN 18599-Berechnung ergibt sich dieser Anteil aus dem Nutzungsgrad der Wärmegewinne, der sich wiederum aus dem Verhältnis aller Senken und aller Quellen einer Zone ergibt. Zur Vereinfachung der Erfassung erhalten die Verteilleitungen die Vorbelegung "in keiner Zone – im unbeheizten" - die Strang- und Anbindeleitungen die Vorbelegung "in Zone(n)", mit der Zuordnung aller Zonen, die von der jeweiligen Heizungsverteilung versorgt werden. Bei den Anbindeleitungen sollte durch diese automatische Zuordnung in der Regel keine manuelle Nachbearbeitung mehr notwendig sein – bei den anderen Leitungstypen sollte die Zonen-Zuordnung überprüft und ggf. durch
Hinzunahme bzw. Wegnahme einzelner Zonen an den real vorliegenden Fall angepasst werden. Für die manuelle Zuordnung zu den Zonen gibt es einen neuen Erfassungsdialog, über den die gewünschten Zonen einfach durch Setzen bzw. Entfernen eines Auswahlhäkchens in einer Übersichtsliste ausgewählt werden können. Bei Erhöhung bzw. Erniedrigung der Anzahl der gleichen Bereiche erfolgt automatisch eine gleichmäßige Aufteilung der Gesamtfläche auf die Anzahl der Bereiche.

Für die Dämmung der Leitungen wird automatisch, in Abhängigkeit vom Baujahr des Gebäudes, vorbelegt. Auch dieser Wert kann individuell angepasst werden. Die Auswahl aus vorgegebenen Werten ist über die Schaltfläche möglich

Pumpe

Für die jeweilige Pumpe kann eine von der Standardbezeichnung abweichende Bezeichnung eingegeben werden. Die Leistung der verwendeten Pumpe kann explizit angegeben werden, oder es wird der errechnete Standardwert der Norm herangezogen. Der Standardwert kann über den Button wieder hergestellt werden. Wird der Standardwert für die Pumpenleistung verwendet, muss die Auslegungsart der Heizungspumpe angegeben werden. Es kann zwischen bedarfsausgelegt und überdimensioniert unterschieden werden.
Bitte geben Sie an, ob die Pumpe leistungsgeregelt ist. Für eine Leistungsregelung der Pumpe stehen folgende Möglichkeiten zu Auswahl:

  •  ungeregelt
  • geregelt - delta-p konstant
  • geregelt - delta-p variabel

Über die Eigenschaft Absenkung außerhalb der Nutzungszeit wird angegeben, ob bei der Pumpe eine intermittierende Betriebsweise vorliegt. Eine intermittierende Betriebsweise der Pumpe liegt vor, wenn die Pumpe außerhalb der Nutzungszeit mit eingeschränkter Leistung betrieben oder abgeschaltet wird. Zusätzlich kann angegeben werden, ob ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde.

Überströmventile werden eingesetzt zur Sicherstellung einer Mindestdurchlaufwassermenge am Wärmeerzeuger bzw. zur Begrenzung der Druckdifferenz am Verbraucher. Die jeweilige Funktion des Überströmventils ergibt sich dabei aus dem Zusammenwirken von Anlagendruckverlust, Pumpenkennlinie und Ansprechdruck des Ventils. Der minimale Volumenstrom im Auslegungspunkt Vmin kann hier über die Angabe eines prozentualen Volumenstroms des Verbraucherkreises angegeben werden. Für die Bestimmung der maximalen Leitungslänge wird standardmäßig die Gebäudegeometrie herangezogen. Eine direkte Eingabe ist aber jederzeit möglich. Eine genauere Gebäudegeometrie kann über den Button ermittelt werden. Dann öffnet sich die folgende Eingabemaske.

Ergebnisse


Hier werden die Teilergebnisse des Wärmebedarfs Qh,b , der Übergabe Qh,ce, der Verteilung Qh,d, der Speicherung Qh,s und Erzeugung Qh,g aufsummiert. Die Endenergie Qh,f wird monatsweise für die gewählte Heizungsanlage, Heiz- und Kühlregister in einer Grafik dargestellt.

Warmwasser

Die Eingabemaske für das Trinkwarmwasser ist identisch mit der Eingabemaske für die Heizung. Unterschiede gibt es bei den Wärmeerzeugertypen. Für die Trinkwarmwassererzeugung stehen folgende Wärmeerzeugertypen zu Auswahl:

Die weiteren Daten zum jeweiligen Wärmeerzeuger werden wie bei der Heizung in einem eigenen Fenster eingegeben. Die Bedienung und die für die Erfassung relevanten Daten der Übergabe / Verteilung sowie der Wärmeerzeuger ist dem Heizungsbereich zu entnehmen.


Hott-Tipp

Wenn im Gebäude mehrere (identische) dezentrale Geräte integriert sind, ist es ausreichend die Gesamtnennleistung zu hinterlegen. Es ist nicht notwendig, alle Geräte einzeln einzugeben und den Warmwasserbereich aufzuteilen.

Kühlung

Die Kühlung von Wohngebäude ist nach DIN 18599 bilanzierbar, diese Art der Berechnung steht bei Berechnungen nach DIN 4108-6/4701-10 nicht zur Verfügung.

Um eine Kühlungsanlage anlegen zu können, muss in der Gebäudenutzung die Kühlung mit einem Haken aktiviert werden. Wurde dies vorgenommen kann unter dem Bereich Kälte, die Kühlungsanlage angelegt werden.

Auch hier kann über die Wohnzone mit einer Kühlung versehen werden.

Kälteerzeuger

Folgende Kältesysteme können angelegt werden:

  • Kompressionskältemaschine
  • Ab-/Adsorptionskältemaschine
  • Passive Kühlung (kein Kälteerzeuger)

Je nach Kältesystem gibt es verschiedene Systemarten wie z.B. Raumklimasystemte oder Wandgeräte. Zu den entsprechenden Kältesystemen ist es möglich Anlagenspezifische Daten zu erfassen.

Die Nennkälteleistungszahl EER ist für Raumklimageräte ein systemabhängiger Standardwert nach DIN 18599-7

Der mittlere Teillastfaktor PLVav wird aus DIN V 18599-7 übernommen. Der Teillastfaktor ist dabei abhängig von der Nutzungsart (entspricht den Nutzungsprofilen nach DIN V 18599-10, der Art des Kältesystems und ggf. der Art der Kühlwasserregelung.

Übergabe/Verteilung

Der obere Bereich ist der Übergabe vorbehalten. Die Bindung des Kühlungskreises (Übergabe an die Zone) erfolgt über die Angabe der versorgten Zone. Hier wird die Art der Übergabe an die Zone festgelegt z.B. Ventilatoren oder Konvektoren. Eine Aufteilung bei verschiedenen Übergabekomponenten ist über die Angabe "Zone wird versorgt zu" möglich. Diese Vorgehensweise ist identisch zum Heizungsbereich, wenn die Bereiche aufgeteilt werden sollen.

Verteilung

Für die Bewertung der Verteilung ist die Auslegungstemperatur über eine Auswahl von Standardwerten oder eine freie Eingabe anzugeben.

Folgende Einträge für die Standardwerte sind möglich:

  • 6/12°C
  • 8/14°C - z.B. Ventilatorkonvektor
  • 14/18°C - z.B. Ventilatorkonvektor/Induktion
  • 16/18°C - z.B. Kühldecke
  • 18/20°C - z.B. Bauteilaktivierung
  • freie Eingabe

Für die Kühlung müssen die Leitungslängen nicht detailliert angegeben werden, sie werden pauschal für die Verteilverluste berücksichtigt. Im Falle eines Kälteregisters [L] ist anzugeben, ob die Leitungen außerhalb des Gebäudes liegen. Die Lage der Leitungen hat wesentlich Einfluss auf die zu errechnenden Verluste.

Ergebnisse

Hier werden die Teilergebnisse des Kühlbedarfs Qc,b , der Übergabe Qc,ce, der Verteilung Qc,d, der Speicherung Qc,s und Erzeugung Qc,g summiert und die Endenergie Qc,f monatsweise dargestellt.

Wohnungslüftung

Um eine Lüftungsanlage anlegen zu können, muss in der Gebäudenutzung die Lüftung mit einem Haken aktiviert werden. Wurde dies vorgenommen kann unter dem Bereich Lüftung, die Lüftungsanlage angelegt werden.

Zum Wohnungslüftungssystem können die folgenden Daten eingeben werden.

Als Anlagentyp kann zwischen folgenden Angaben unterschieden werden:

  • Wohnungslüftungsanlage

  • Wohnungslüftungsanlage - reines Abluftsystem (in diesem Fall muss der notwendige Außenluftwechsel durch Infiltrations- und Fensterluftwechsel gedeckt werden)
  • Wohnungslüftungsanlage - reines zuluftsystem

Art der Wohnungslüftung

Wählen Sie bitte die Art der Wohnungslüftung aus. Folgende Einträge stehen zur Auswahl:

  • Zu- und Abluftsystem

  • Luftheizungsanlage

Verhalten des Lüftungsgerätes während des Abtaubetriebs

Folgende Einträge stehen zur Auswahl:

  • Standartwert - Abschalten Zuluftventilator größer/gleich -6°C

  • Abschalten bzw. Reduzierung der Drehzahl des Zuluftventilators

  • Vorwärmen der Außenluft mit einem Erdreich-Zuluft-Wärmeübertragers

  • Vorwärmen der Außenluft mit einem Heizregister

Betriebsdauer und trägliche Betriebsstunden

Für die Betriebsdauer kann folgende Auswahl getroffen werden

  • Heizperiode
  • ganzes Jahr

Die Betriebsstunden sind nach DIN 18599-10 auf 24 h festgelegt.

Volumenstrom bzw. Luftwechselrate der Zuluft

Die Angabe der Zuluft-Wechsel-Rate ist nur notwendig für Anlagen die einen Teil des notwendigen Außenluftwechsels gewährleisten. Alternativ kann der Volumenstrom angegeben werden.

Die Berücksichtigung der im Lüftungssystem abströmenden Luft (Abluft) ist nicht erforderlich. Entsprechend der DIN 18599-2 wird der mittlere Anlagenluftwechsel für Abluftsysteme gleich null gesetzt, da nur die der Zone zuströmende Luft und nicht die abströmende Luft bewertet wird. Der Betrieb eines Abluftsystems hat aber Einfluss auf die nachströmende Außenluft und wird entsprechend bei der Berechnung des Fensterluftwechsels  berücksichtigt. Kommt in einem Abluftsystem eine Abluft-Wasser-Wärmepumpe  zum Einsatz, dann wird der mittlere Abluft-Anlagenluftwechsel für die Berechnung der Erzeugerwärmeabgabe sowie der Wärmeverluste und des Hilfsenergiebedarfs bei der Wärmeerzeugung direkt bestimmt.

Wärmetauscher

Hier kann angegeben werden, ob die Lüftungsanlage über einen Wärmetauscher verfügt

Wärmebereitstellungsgrad

Der Wärmebereitstellungsgrad (nach EnEV im Heizperiodenmittel ohne Berücksichtigung Frostbetrieb, Wärmeverluste und Gerätedichtheit) charakterisiert die Temperaturerhöhung der Zuluft, bezogen auf die maximal mögliche Temperaturerhöhung. Der Wärmebereitstellungsgrad kann als Heizperiodenmittel angegeben werden.

In den Wärmebereitstellungsgrad gehen neben der Betriebscharakteristik des Wärmeübertragers (WÜT) auch die Abwärme von elektrischen Komponenten (Ventilatoren, Regelung) ein. Sind für die Bestimmung des Gesamtnutzungsgrades der Wärmerückgewinnung alternativ zum Wärmebereitstellungsgrad europäische Kennwerte (z. B. der Temperaturänderungsgrad eta_t nach DIN EN 308 bzw. DIN EN 13141-7 und E DIN EN 13141-8) einzusetzen, sind diese unter Beachtung der eventuell abweichenden Prüfbedingungen entsprechend umzurechnen.

Standardwert für den Wärmebereitsstellungsgrad ist 60%.

Bei Wohnungslüftungsanlagen, die zusätzlich mit einem Erdreich-Zuluft-Wärmeübertrager ausgestattet sind, erhöht sich der Gesamtnutzungsgrad der Wärmerückgewinnung um 10 % (Standard: 0,66/verbesserter Standard: 0,88).

Verbesserter Standardwert für den Wärmebereitstellungsgrad der Wärmerückgewinnung

Wenn der verbesserte Standardwert ηWÜT,mth = 0,80 zur Berechnung eingesetzt wird, muss der Produktwert des eingebauten Abluft-Zuluft-Wärmeübertragers mindestens dem verbesserten Standardwert entsprechen.

Wohnungslüftungsanlage wurde bis 1999 errichtet

Bei Wohnungslüftungsanlagen, die bis 1999 errichtet worden sind, ist der Gesamtnutzungsgrad der Wärmerückgewinnung um 10 % (Standard: 0,54/verbesserter Standard: 0,72) zu reduzieren.

Über die Schaltfläche wird jetzt das eigentliche Wohnungslüftungssystem angelegt

Beim Start der Erfassung wird der offene Bedarf zur Wohnungslüftungsanlage, d.h. mit Konditionierung Lüftung ggf. mit Heizung angezeigt.

Der Assistent zum Anlegen einer neuen Wohnungslüftungsanlage zeigt alle möglichen Anlagenarten entsprechend der Konfiguration dieses Bereichs an.

Entsprechend der Auswahl wird das komplette Anlagensystem nach DIN 18599-6 angezeigt.

Ist bereits eine Wohnungslüftungsanlage vorhanden und soll ein noch offener Bedarf gedeckt werden, so wird unterschieden zwischen dem Anlegen einer neuen Übergabe im aktuellen Kreis, einer neuen Verteilung am aktuellen Erzeuger oder eines komplett neuen Wohnungslüftungssystems.

Nach Eingabe aller Daten zur Wohnungslüftung zeigt diese Maske eine Übersicht zur Wohnungslüftung.

Je nach gewählten Lüftungssystem erhalten Sie Eingabemöglichkeiten, um die Lüftungsanlage weiter zu spezifizieren.

Der linkte Teil der Eingabemaske stellt den Navigator dar. Hier werden die einzelnen Lüftungsbereiche sowie die ggf. vorhandenen Heizregister dargestellt. Jeder Versorgungsbereich ist gegliedert in die Übergabe an den Bereich bzw. die Zone mit dem prozentualen Anteil, die Verteilung und das Wohnungslüftungssystem.

Der rechte Teil dient der Darstellung des Wohnungslüftungssystems, der Übergabe / Verteilung und der Ergebnisse für den gewählten Versorgungsbereich.

Das Wohnungslüftungssystem kann durch folgende Angaben (je nach Lüftungssystem) ergänzt werden

Elektrische Vorerwärmung

Der eventuell erforderliche Frostschutz eines Wohnungslüftungsgerätes kann über die Vorwärmung der Außenluft mit einem elektrischen Heizregisters erfolgen. Relevant ist hierbei der Einschaltpunkt des Frostschutzbetriebes.

Einschaltpunkt des Frostschutzbetriebes

Angabe der Temperatur d.h. des Einschaltpunktes des Frostschutzbetriebes ( (siehe DIN V 18599-6).  

Elektrische Nacherwärmung

Erfolgt die Nachheizung der Zuluft zur vollständigen Deckung des Heizbedarfes über ein elektrisches Nachheizregister ist keine Hilfsenergie zur Nachheizung erforderlich..

Hilfsenergie der Regelung bei Erzeugung berücksichtigen

In Abhängigkeit vom Prüfverfahren kann die volumenstrombezogene Leistungsaufnahme der Ventilatoren die Leistungsaufnahme der Regelung bereits mit berücksichtigen. In diesem Fall ist der Hilfsenergiebedarf der Regelung Qreg,aux,mth = 0.

Hilfsenergie der Ventilatoren bei der Erzeugung berücksichtigen

Der Hilfsenergiebedarf der Ventilatoren zum Transport der Luft durch das Lüftungsnetz kann sowohl separat (Qrv,d,aux) oder auch zusammen mit dem Hilfsenergiebedarf  des Wohnungslüftungsgerätes Qrv,g,aux berücksichtigt werden, wenn der Ventilator fester Bestandteil des Lüftungsgerätes ist und dort energetisch berücksichtigt wird. Ist der Hilfsenergiebedarf zu berücksichtigen, wird von einem Umluftsystem ausgegangen.

Ventilatormotortyp

Angabe zum Typ des Ventilatormotors. Diese Angabe wird benötigt für die Bestimmung der Leistungsaufnahme der Ventilatoren. Folgende Einträge stehen zur Auswahl:

  • AC-Motoren (Wechselstrom-Motor)

  • DC-Motoren (Gleichstrom-Motor)

Art der Verteilung

Angabe zur Art der Verteilung. Diese Angabe wird benötigt für die Bestimmung der Leistungsaufnahme der Ventilatoren. Folgende Einträge stehen zur Auswahl:

  • zentral

  • dezentral (Einzelventilator oder Raumgerät)

Leistungsaufnahme des Ventilators

Die Leistungsaufnahme der Ventilatoren kann wahlweise direkt angegeben werden oder mit Standardwerten (DIN V 18599-6) berechnet werden. Dafür sind Angaben zum Typ des Ventilatormotors sowie zur Art der Verteilung notwendig.

Korrekturfaktor bei intermettierendem Frostschutzbetrieb

Als intermittierender Betrieb wird die zeitabhängige Möglichkeit zur raumweisen Temperaturabsenkung verstanden. Hier kann ein Produktwert angegeben werden. Standardwert = 1.

Leistungsaufnahme der Regelung bei abgeschalteten Ventilatoren

Der Hilfsenergiebedarf der Regelung ergibt sich aus der Leistungsaufnahme der Regelung bei abgeschalteten Ventilatoren. Hier können Produktwerte angegeben werden.

Wurde eine Wohnungslüftungsanlage mit Heizung angelegt, muss der Wärmebedarf des Heizregisters der Wohnungslüftungsanlage noch über die Heizung gedeckt werden.

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